Musik verbindet – Chorwerke aus vier Kontinenten

Die Sprache der Musik verbindet Menschen über alle Grenzen hinweg. Das soll unser Konzert am Sonntag, den 22.März mit Stücken aus Asien, Europa, Südamerika und Afrika und beispielhaft zeigen.

Und international sind auch die Themen: Es geht zum einen um die Liebe, zum anderen um den Glauben an Gott (wobei die betreffenden Stücke trotz christlichen Ursprungs auch Anhänger anderer Religionen ansprechen dürften).

Als – amerikanischer – Vertreter Asiens bietet Eric Whitacre mit seinen „Hebrew Love Songs“ den Auftakt des Abends. Für ein Konzert 1996 in Speyer um einige „Troubadour“-Lieder gebeten, steuerte seine damalige israelische Freundin Hila Plitmann lyrische Impressionen gemeinsamer Momente bei, die Whitacre dann vertonte.

„Come again!“, so besang John Dowland Ende des 16. Jh seine Sehnsucht nach der Angebeteten. Eine Anbetung anderer, aber nicht weniger eindringlicher Art erleben wir in der französischen Vaterunser- Vertonung von Maurice Duruflé sowie dem lateinischen Gotteslob des Norwegers Knut Nystedt, beide aus dem 20. Jh.

Mit viel emoción, aber auch mit einem Augenzwinkern begegnen uns als nächste die Argentinier Carlos Guastavino und Astor Piazzolla. Ersterer ist vertreten mit zwei Stücken aus seinem „Indianas“-Zyklus von 1967; es geht mal romantisch, mal kokett ums Thema Liebe. Von Piazzolla singen wir eine Chorfassung des berühmten ursprünglich rein instru- mentalen „Libertango“, der den Aufbruch zum Tango Nuevo markiert.

Gabi Gabi – Siyahamba – Yesu Beera Nanga – wir sind in Afrika! Schwungvoll, melodisch und rhythmisch mitreißend ist diese Kostprobe aus dem traditionellen Liedgut des Kontinents. Der christliche Inhalt ist dabei nicht repräsentativ: weniger als die Hälfte der Afrikaner bekennen sich zu diesem Glauben.